LiFePO4 oder AGM: Welche Batterie bringt mehr Autarkie?

Mehr Autarkie bringt die Batterie, bei der vom gleichen Ah-Nennwert mehr Kapazität nutzbar bleibt.

Der entscheidende Punkt ist nicht nur die Zahl auf dem Batterieetikett. Zwei Batterien mit 100 Ah können in der Planung unterschiedlich viel liefern, wenn der Hersteller unterschiedliche Entladetiefen freigibt. LiFePO4 wird im Wohnmobil-Ausbau häufig gewählt, weil diese Batterien bei passender Auslegung eine höhere nutzbare Kapazität aus derselben Nennkapazität bereitstellen können. AGM kann trotzdem sinnvoll sein, wenn Einbauumgebung, Ladegerät, Budget oder vorhandene Technik besser dazu passen.

Für die Autarkierechnung zählt daher dieser Schritt:

Nutzbare Kapazität = Nennkapazität × Entladetiefe / 100

Wenn eine Batterie mit 100 Ah nur zur Hälfte verplant wird, stehen rechnerisch 50 Ah bereit. Wird dieselbe Nennkapazität mit höherer zulässiger Entladetiefe angesetzt, steigt die nutzbare Kapazität und damit die mögliche Standzeit. Die konkrete Prozentzahl gehört aber aus dem Datenblatt der Batterie übernommen, nicht aus einer Faustregel.

Der Wohnmobil-12-V-Bordnetz-Autarkie-Rechner lässt die Entladetiefe deshalb bewusst als Eingabe offen. Er ersetzt keine Batterieauswahl und keine Prüfung von Ladegerät, Batteriemanagement, Temperaturbereich, Absicherung oder Einbauort.

Belastbare Hersteller- oder Normquellen für typische Entladetiefen unterscheiden sich je Batterie und Einsatzprofil. Deshalb bleibt die FAQ bei der Rechenlogik und verweist auf Datenblattwerte. Stand: 20.08.2026.

Quellen

  • Nutzbare Entladetiefe von LiFePO4 und AGM

    CamperToolsAnnahmeNicht belegt, und bewusst nicht mit Zahlen versehen: Die freigegebene Entladetiefe hängt von Chemie, Hersteller, Temperatur und angestrebter Zyklenzahl ab und schwankt zwischen Datenblättern erheblich. Der Autarkierechner verlangt den Wert deshalb als Eingabe aus dem Datenblatt der eingebauten Batterie, statt eine Pauschale zu setzen.Abruf: 29.08.2026